Skip to main content

Schönheit ist überall ein gar willkommener Gast


Chronologie einer Legende

Die Geschichte von Burg Schlitz im Überblick

  • 01.01.1763
    Hans Labes, der spätere Hans Graf von Schlitz, wird in Berlin als Sohn des Preußischen Legationssekretärs Johann Labes geboren.
  • 1786
    Erhebung des Vaters in den Freiherrenstand durch Friedrich Wilhelm II., König von Preußen.
  • 1789/90
    Hans Freiherr von Labes wird Diplomat wie sein Vater und dient in der Königlich Preußischen Gesandtschaft in Wien und am Sitz des Deutschen Reichstages in Regensburg. Dort macht er die Bekanntschaft mit dem Geheimen Staatsminister Johann Eustach von Schlitz, genannt von Görtz, der ihn als Mentor stark beeindruckt und prägt.
  • 1791
    Hans von Labes will seine Karriere als Diplomat beenden, macht eine dreimonatige Landwirtschaftslehre bei Amtsrat Wesenberg in Spantekow und erwirbt das Gut Karstarf bei Teterow für 90.000 Reichstaler.
  • 1793/94
    Aus Hans von Labes wird Hans Graf von Schlitz: Hans von Labes verliebte sich in die mittlere der drei Töchter des Reichsgrafen Johann Eustach von Schlitz-Görtz. Als Freiherr war er als Bräutigam für eine gräfliche Tochter jedoch nicht standesgemäß. Um die Hochzeit zu ermöglichen adoptierte der Reichsgraf den jungen Hans von Labes, genehmigt durch den preußischen König, ermöglichte ihm mit der Adoption den Aufstieg in den Grafenstand und so konnte er seine geliebte Louise ehelichen.
  • 1801
    Geburt der einzigen Tochter des Grafen, Karoline Luise Johanna, genannt „Adele“.
  • 1801
    Hans Graf von Schlitz gibt den Bau von festen Wohnungen für seine Landarbeiter in Auftrag, die Ortschaft Görtzhausen, benannt nach seinem Stiefvater, entsteht.
  • 1806-1823
    „Burg Schlitz“ wird erbaut. Während der Bauphase lebte der Graf im ehemaligen Bauhof, dem späteren Schafstall von Gut Karstorf (1791- 1816). Der Name „Burg Schlitz“ geht auf den Stammsitz der Reichsgrafen von Schlitz-Goertz zurück, die auf einer Burganlage in der Ortschaft Schlitz bei Fulda in Hessen lebten. Um den Namen des Stammsitzes der Familie zu bewahren, wählte man mit landesherrlicher Genehmigung von 1817, für das neue Herrenhaus die Bezeichnung „Burg Schlitz“.
  • 1818-1822
    Bau der Karolinenkapelle, einem Ziegel-Putzbau im Stil einer neugotischen Batalha (= portugiesische Wallfahrtskirche). Hans Graf von Schlitz widmete die Kapelle seiner Schwiegermutter, Reichsgräfin Karoline von Schlitz-Goertz.
  • 1831
    Das landwirtschaftliche Gut „Burg Schlitz“ muss nach den napoleonischen Freiheitskriegen Konkurs anmelden.
  • 1831
    Nach dem Tod des Grafen am 25. Juli 1831 auf Burg Schlitz, übernehmen die Tochter „Adele“, und der Schwiegersohn, Heinrich Graf von Bassewitz-Schlitz, das Anwesen.
  • 1855
    Tochter „Adele“ von Bassewitz-Schlitz stirbt 1855, Heinrich Graf von Bassewitz-Schlitz folgte ihr im Jahr 1861 nach; ihre einzige Tochter verstarb im Jahr 1835, im Alter von nur 12 Jahren, an Scharlach. Damit ist das Geschlecht der Familie von Schlitz in Mecklenburg erloschen.
  • 1831-1931
    100 Jahre bleibt „Burg Schlitz“ im Besitz der Familie von Bassewitz-Schlitz.
  • 1931
    Infolge der Weltwirtschaftskrise 1929 erleidet Burg Schlitz erneut Konkurs und geht kurz in den Besitz der Mecklenburger Landwirtschaftsgesellschaft über.
  • 1931
    Neuer Besitzer wird Dr. Emil Georg von Stauß, u. a. Generaldirektor der Deutschen Bank AG und Vorstand der UFA-Filmgesellschaft, Berlin.
  • 1942
    Dr. von Stauß verstirbt 1942, im Zuge der Bodenreform wird Familie von Stauß 1945 enteignet.
  • 1945
    Die Anlage ist Notunterkunft für 46 Flüchtlingsfamilien mit über 200 Personen und wird später von der Roten Armee genutzt.
  • 1951
    Burg Schlitz wird unter Denkmalschutz gestellt und ist zwischenzeitlich Schule für über 70 Kinder der umliegenden Dörfer.
  • 1953-1963
    Umfassende Restaurierung und Umbau.
  • 1955-1993
    „Burg Schlitz“ wird zu Zeiten der DDR als Senioren- und Pflegeheim genutzt.
  • 1992
    Erwirbt die Jägermeister AG, Wolfenbüttel den Park und das Schloss.
  • 1994-1999
    Umbau und Generalsanierung für die Nutzung als Schlosshotel.
  • 2000
    Übernahme des Anwesens durch die Stinnes- Unternehmensgruppe.
  • 2011 - 2022

    Der Kreis schließt sich, nachdem das ebenfalls aus Hessen stammende Ehepaar Manuela & Armin Hoeck die Schlossanlage Burg Schlitz erwerben, die Geschäftsleitung übernehmen und für zwölf Jahre die Geschicke des Hauses und des Schlosshotels führen.

  • Oktober 2022

    Familie Hoeck entschließt sich zum Verkauf von Burg Schlitz. Das Haus wird in eine Stiftung integriert und bleibt somit weiterhin in Privatbesitz.


HANS GRAF VON SCHLITZ (1763-1831)

Sie werden kommen und gehen meine Gäste. Ihre Freude ist auch meine Freude, Ihr Entzücken ist auch mein Entzücken. Sie werden kommen; noch lange nach mir und meinen Pulsen.

Die Geschichte der Burg Schlitz

Der Name der Anlage bezieht sich auf das hessische Adelsgeschlecht der Reichsgrafen von Schlitz genannt Görtz. Hans von Labes (1763–1831), aus Großwoltersdorf-Zernikow stammend, wurde um Louise Caroline von Schlitz (1774–1832) heiraten zu können, von seinem künftigen Schwiegervater Johann Eustach von Schlitz (1737-1821) adoptiert und vom König in den Grafenstand erhoben, und so zum Grafen von Schlitz. 1806 ließ Hans Graf von Schlitz den Vorgängerbau von Burg Schlitz (eine heruntergekommene Burg) abreißen und nach Plänen von Otto Hirt und unter Leitung von Friedrich Adam Leiblin auf dem Buchenberg das dreiflügelige klassizistische Herrenhaus als Familien- Residenz erbauen. Die drei Trakte des Baus sind parallel angeordnet und als Putzbauten ausgeführt. Der zweigeschossige Mitteltrakt ist etwas zurückversetzt und hat als Hauptportal einen halbrundem Säulenvorbau mit Freitreppe sowie einen aufgesetzten Aussichtsturm, die beiden dreigeschossigen Seitentrakte schließen jeweils mit einem giebelbekrönten Risalit ab. Bauherr von Schlitz war an allen Planungen maßgeblich beteiligt, die weitläufige Parkanlage hat er sogar komplett selbst geplant. 1817 bewilligte der Herzog von Schwerin den Antrag des Grafen, den Namen „Burg Schlitz“ für sein Anwesen mit Schloss, Kapelle und Landschaftspark führen zu dürfen. Nach Unterbrechung durch Kriegseinwirkungen wurde Burg Schlitz mit dem umgebenden Park und der Karolinenkapelle 1824 komplett fertiggestellt. Das Bauwerk gilt heute als größte klassizistische Anlage in Mecklenburg und als eines der bedeutenden klassizistischen Gebäude Deutschlands. Erstes Anliegen des Grafen war es, die Landwirtschaft des Gutes zu beleben. Er ließ die Wohnungen der Gutsarbeiter erneuern, erleichterte ihnen die Arbeitsbedingungen und ließ neue Wirtschaftsgebäude errichten. In der im Jahre 1798 ins Leben gerufenen „Mecklenburgischen Landwirthschafts-gesellschaft“, die er mit Professor Franz Karsten aus Rostock gegründet hatte, setzte er sich für eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion unter wissenschaftlichen Aspekten ein. 1831 verstarb Hans Graf von Schlitz. Der neue Besitzer, Heinrich Graf von Bassewitz, hatte 1822 die Tochter des Grafen, Adele von Schlitz, geheiratet. Mitglieder der Familie von Bassewitz hielten den Besitz bis 1931 und setzen ihr Wirken entsprechend den Idealen des Grafen von Schlitz fort. 1931 geriet das Gut nach einem Konkurs in Besitz der Mecklenburgischen Landwirtschaftsgesellschaft, die es 1932 an den letzten „historischen Besitzer“, Emil Georg von Stauß, den damaligen Generaldirektor der Deutschen Bank, verkaufte. Der einflussreiche Bankier und Vorstand der Ufa-Filmgesellschaft zu Berlin, stellte die Burg bereits sehr früh den Nationalsozialisten als Versammlungsort und Rückzugsdomizil zur Verfügung. Grundsätzlich diente Burg Schlitz aber seiner Familie als Landsitz. Nach 1945 wird Familie von Stauß im Zuge der Bodenreform enteignet. Die Anlage wurde Notunterkunft vieler Flüchtlingsfamilien und zwischenzeitlich Schule für über 70 Kinder. Während der DDR-Zeit wird Burg Schlitz fast 40 Jahre lang als Senioren- und Pflegeheim genutzt. Nach der Wende erwarb die Jägermeister AG das Anwesen. Von 1994 bis 1999 wurde die gesamte Anlage für über 75 Millionen D-Mark restauriert, renoviert und zu einem luxuriösen Schlosshotel umgebaut. Im Jahr 2000 übernahm die Hugo-Stinnes- Unternehmensgruppe das Anwesen und führte es bis 2010 als Hotelbetrieb. Der Kreis schließt sich, nachdem das ebenfalls aus Hessen stammende Ehepaar Manuela & Armin Hoeck die Schlossanlage Burg Schlitz im Januar 2011 erwerben, die Geschäftsleitung übernehmen und seitdem die Geschicke des Hauses und des Schlosshotels führen.

Burg Schlitz Newsletter

* Ich habe die Datenschutzbestimmungen gelesen und akzeptiere diese mit der Anmeldung.


Logo Schlosshotel Burg Schlitz
Kontakt

Schlosshotel Burg Schlitz
17166 Hohen Demzin
Telefon: +49 (0) 39 96 - 12 70 0
Telefax: +49 (0) 39 96 - 12 70 70
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

+49 (0) 39 96 - 12 70 0

created & designed by deepgrey.de